Fridericus

Wer von euch wusste, dass zwischen 1920 und 1942 neun Biopics (0der so ähnlich) über den alten Fritz (ich darf ihn jetzt so nennen, das hab ich mir nach der Ansicht dreier Fridericus-Filme verdient) gedreht worden sind. Ich nehm mal an keiner, ich wusste es zumindest nicht. Es waren drei dieser Filme in der Filmgalerie da und diese drei, „Das Flötenkonzert von Sanssouci“, „Fridericus – Der alte Fritz“ und „Der große König“, hab ich mir gestern in einem Preußenfilm-Marathon reingezogen. Die Filmemacher in der Weimarer Republik und besonders im Dritten Reich waren bessesen von diesem Mann. Friedrich der Große repräsentiert alles, was Hitler gern sein wollte, was die Menschen wollten (aber nicht bekamen). Er repräsentiert das große und mächtige Preußen, er repräsentiert Sieg und stand als allmächiger Herrscher und Feldherr über allen und allem. Propaganda par excellence. Ich kann diese Filme auch nicht weiterempfehlen; sie sind bestenfalls durchschnittlich in ihrer Dramaturgie und Narration und der Inhalt lässt einen vor lauter Nazi-Propaganda manchmal regelrecht würgen. Kein Wunder, dass „Der große König“ nach dem Krieg von den Alliierten verboten wurde. Er ist heute in einer um 2 Minuten gekürzten Version (anders als Jud Süß, auch von Veit Harlan) nicht mehr mit einem Aufführungsverbot versehen.

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