Irlandreise, Tag 1-3: Dublin

Ich gebe ja zu, in den letzten 2-3 Jahren wird dieser Blog wirklich nur noch dann genutzt, wenn ich etwas Großartiges dokumentieren möchte. Wie zum Beispiel unseren diesjährigen Urlaub in Irland vom 21. Mai bis 4. Juni 2011:

Tag 1: Samstag, 21. Mai 2011

Da wir am Samstag noch diverse berufliche und musikalische Verpflichtungen hatten, sind wir erst abends von Frankfurt nach Dublin gestartet. Unspektakulärer Flug mit Aer Lingus, leicht überteuerte Taxifahrt in unser B&B „Muckross House“ und nach kurzem Snacks-kaufen sind wir doch recht früh und müde ins Bett gefallen…

Tag 2: Sonntag, 22. Mai 2011

Unser Besuch stand ja im Zeichen „Obamas„, der am Montag kommen sollte. So nahmen wir uns für den Sonntag die Sehenswürdigkeiten und den Teil Dublins vor, die am Montag aller Voraussicht nach schlecht zu erreichen sein würden. Allem voran: Trinity College. Wie man auf dem einen Fotos sieht, wurde sonntags schon aufgebaut, so dass Obama am Montag im „College Green“ Wahlkampf machen können würde… Das Wetter an dem Tag war gut, durchbrochen von sehr kurzen (aber heftigen Regenschauern). Im College selbst hatten wir eine amüsante Führung mit einem sehr irischen Studenten (er hieß auch Sean oder Paddy oder so). Überhaupt: es gab sehr oft Führungen, die ausnahmslos sehr gut, interessant und kurzweilig waren. Für das berühmte „Book of Kells“ mussten wir sogar anstehen, allerdings war das wirklich die einizige Schlange, in der wir für den Rest des Urlaubs (bis zum Heimflug 😉 standen. Das Buch und die Ausstellung dazu waren zwar sehr interessant, aber das wahre Highlight war für uns die spektakuläre Bibliothek des Colleges. Ein wahrer Schatz für Buchliebhaber. So eine Bibliothek ist einfach der Traum schlechthin…

Den Nachmittag haben wir mit einem Bummel durch die netten Einkaufsstraßen Dublins, rund um die Grafton Street und einem Spaziergang durch die Parks und Plätze im Süden der Innenstadt verbracht. Dublin fanden wir zwar sehr nett, aber echte „Highlights“ fehlten aus unserer Sicht doch. Abendessen dann im „Oriental Quarter“ beim Chinesen.

Tag 3: Montag, 23. Mai 2011

Tja, er kam also tatsächlich. Der amerikanische Präsident auf der Suche nach dem „Apostroph“ in seinem Namen „Barack O’Bama“. Die Iren liebten ihn dafür, dass er, trotz EXTREM starken Winds, ins Dorf seiner Vorfahren, nach Moneygall geflogen ist. In Dublin herrschte an dem Tag Ausnahmezustand. Wir schafften es gerade noch so, am Vormittag die beiden großen Kirchen, die Christchurch Cathedral und die St Patricks Cathedral zu besichtigen und durch das Viertel „Temple Bar“ auf die andere Flussseite zu flüchten, bevor alles gesperrt wurde. ALLES! Busse und Bahnen durften zweitweise nicht fahren und es war doch sehr schwierig, von A nach B zu kommen. Als eine Art „Flucht“, sind wir ein wenig aus dem Stadtzentrum raus, ins Kilmainham Jail gefahren (und VIEL gelaufen, da die Bahn einfach nicht mehr weiterfahren DURFTE)… Der Wind hat uns echt zu schaffen gemacht und so haben wir uns vor der Besichtigung des Gefängnis‘ noch in einem Pub mit Guinness, Kaffee und Apfelkuchen gestärkt und im Fernsehen Obama geguckt. Das Gefängnis war echt sehr interessant und vermittelt einen spannenden Eindruck, in die bewegte – und komplizierte – Geschichte Irlands. Hier haben wir auch unsere Heritage Card gekauft – für einen längeren Irland-Urlaub ist diese bares Geld wert. Wir haben 21 Euro bezahlt und Sehenswürdigkeiten im Wert von ca. 70 € angeschaut!

Trotz müder Füße haben wir danach noch eine Stunde in einer großen Buchhandlung, Eason’s, verstöbert und sind dann Pizzaessen gegangen. Sehr amüsant war es, die Menschenmassen zu beobachten, die gaaanz langsam erst wieder von der anderen Seite des Flusses rüberdurften. Hihi. Das war der Preis fürs Live-Obama-Gucken… Leider mussten wir dann auch noch ins B&B laufen, da noch immer keine Busse fuhren. Auch eine Möglichkeit, Geld zu sparen…

Alles in allem freuten wir uns aber jetzt sehr darauf, die Stadt am nächsten Tag zu verlassen und endlich die wahren Schätze Irlands zu entdecken: Natur, Küste, Klippen, Burgen, Schlösser…

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2 Antworten zu Irlandreise, Tag 1-3: Dublin

  1. Craig schreibt:

    Great pictures. And nice to see a new post from you. I haven’t posted on my blog for two years now.

    I’ve never been to Ireland, but I am a fan of James Joyce. Has anyone ever tried translating Finnegan’s Wake into German? The whole story is set in the parts of Dublin you visited.

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