Arequipa

Oh, wir haben das allerschoenste Hotelzimmer hier in Arequipa, das man sich vorstellen kann. Schon schoen, wenn man auf der Hochzeitsreise „in style“ reisen kann und nicht in schaebigen Backpacker Hostels absteigen muss…

Aber der Reihe nach: am Montag sind wir mit einem kurzem Flug hier nach Arequipa ins Andenhochland gekommen. Das Wetter ist absolut traumhaft, Sonne satt, blauer Himmel und tagsueber angenehme 25 Grad. Nachts wirds zwar kuehl, aber da wir ohnhein noch immer um 6 Uhr frueh aufwachen, macht uns das wenig aus. Wir schlafen nachts…

Unser Hotel hier ist der absolute Traum. Um die Ecke vom Kloster Santa Catalina mit einem vertraeumten Innenhof, einem kleinen Brunnen, ueppigen Pflanzen und einer ruhigen Terrasse. Und unser Zimmer ist GANZ oben mit Panoramafenstern und Blick auf die zwei grossen Vulkane hier: Misti und Chachani (6057 m). Das soll einer der weltweit leichtesten Sechstausender sein, aber wir lassen ihn trotzdem aus 😉

Gestern sind wir noch ein wenig gebummelt, haben die Stadt auf uns wirken lassen und haben abends sehr lecker gegessen. H. hat Alpaka probiert und ich „ricota rellenos“, das sind sehr scharfe Paprikaschoten, gefuellt.

Heute frueh bin ich dann davon wach geworden, dass H. um sechs Uhr frueh begonnen hat die Berge aus unserem Fenster zu fotografieren… Aber der Blick ist einmalig, nicht zu toppen. Ich hoffe, ich kann gleich noch Bilder uploaden.

Im Kloster Santa Catalina. einer kleinen Stadt in der Stadt, waren wir folglich die allerersten Besucher heute frueh. Ueberhaupt ist aus touristischer Sicht nicht viel los, wie ich finde. Mal schauen, ob sich das noch aendert, wenn wir uns gen Macchu Picchu bewegen. Die Klosteranlage ist wie aus der Zeit gefallen, total vertraeumt und romantisch. Allerdings lebten die Nonnen dort wie Gefangene in einfachen Steinhaeusern. Bis 1970 waren sie teilweise bewohnt.

Ueberhaupt merken wir hier im sehr katholischen Peru, dass uns das ganze Getue um Heilige und Reliquien voellig abgeht. Ich finde es auch ungeheuerlich, was hier mit den Einheimischen im Namen der Kirche alles gemacht wurde und wie sie regelrecht ausgebeutet wurden. Das ganze Gold in den Kirchen kam ja nicht aus dem Nichts, sondern von den Inka… Und ueberall in den Kirchen kann man spenden, um die armen Seelen vor dem Fegefeuer zu retten. Wo leben wir denn? Im Mittelalter?

Nach dem katholischen Vollprogramm war es uns dann nach „wahrem“ Leben und wir sind in die grosse Markthalle San Camilo. Das war erwartungsgemaess grossartig. Mit frischem Fleisch, Fisch, Innereien, Obst, Gemuese, gewurzen, Oliven, Brot und so ziemlich allem Nippeskram, den man sich vorstellen kann.

Die Siestazeit, in den hier nachmittags alles geschlossen hat, haben wir auf „unserer“ Terrasse verbracht. Lesend und ruhend 🙂 Nun wollten wir hier noch unsere neusten Erlebnisse festhalten (fuer uns und fuer euch), bevor wir uns auf die Suche nach Abendessen machen. Die naechsten 3 Tage sind wir unterwegs zum und am Colca Canon, wo es vermutlich tatsaechlich kein Internet geben wird. Dort wollen wir ein wenig wandern und uns weiter an die Hoehe gewoehnen. Wir werden morgen mit dem  Bus einen Pass auf 4800 m Hoehe ueberqueren. Da wird die Luft schon duenn sein.

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Eine Antwort zu Arequipa

  1. Martin Straub schreibt:

    6000er auslassen? Tut das nicht! So schnell werdet ihr keine Möglichkeit mehr haben auf nen 6000er zu kommen!

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