Cabanacone und der Colca Canyon

Raus aus der Zivilisation und aus Arequipa hat uns ein lokaler Bus am Mittwoch morgen gefuehrt. Der erste Schreckmoment kam schon am Busbahnhof, als wir schon am Einsteigen waren und dann erst darauf hingewiesen wurden, dass wir das Ticket noch am einem extra Schalter (natuerlich gegen Gebuehr) abstempeln lassen mussten. Nur dank eines beherzten Sprints haben wir den Bus nicht verpasst… Nicht, dass er puenktlich abgefahren waere…

Die Busfahrt selbst war ein echtes Erlebnis. Ab Chivay, das den Beginn zum Colca Canyon markiert, war landschaftlich sehr viel zu sehen. Und immer wieder hielt der Bus, der eben hauptsaechlich von der Bevoelkerung hier genutzt wird, an, um arbeitende Bauern oder Frauen mit grossen Beuteln auf dem Ruecken, einzuladen. Cabanaconde liegt ganz am Ende des Tals, von hier geht es nur noch zu Fuss oder per Esel oder Pferd weiter.

Das Dorf liegt landschaflich total schoen, der Tourismus ist hier erst wenig angekommen. Unser Hotel war etwas seltsam, wir waren die einzigen Gaeste und die Stimmung war etwas seltsam. Aber zum Glueck gab es nebenan ein freundliches Hostel mit leckeren Pisco Sours und Pizza aus dem Holzofen, wo wir den gestrigen Abend verbrachten.

In Cabanacone haben wir auch das erste Mal so richtig typisch peruanisch gegegessen: in einem kleinen versteckten Restaurant (oder einem Wohnzimmer, das auch als Restaurant fungiert), gab es Kartoffelsuppe a la Peruana. Nicht ganz mein Geschmack, aber mein Mann fands lecker… Am Plaza de Armas, dem zentralen Platz, haben wir gestern mittag nach unserer Wanderung von einem kleinen Wagen Picarones gekauft. So eine Art Fasnachtskuechle, in Fett gebacken. Wir wollten eines probieren, aber eines, waren fuenf. Egal, war echt lecker.

Und wir hatten es uns ohnehin verdient: um halb neun siind wir losgewandert, zwei Stunden immer am Canon entlang. Haben Condore gesehen, viele Bauern, die mit schwer beladenen Eseln vom Feld kamen und bis auf einen einzigen Wanderer aus Regensburg ansonsten keine Menschenseele. Die meisten Touris dort wandern zur Oase Sangalle, ganz runter in den Canyon, aber das haben wir uns gespart. Zum Glueck, uns hat die Hohe (ca. 3500 m) auch bei unserer einfachen Wanderung schon genug angestrengt. Und die Sonne brezelt vom Himmel, das ist zum Teil wirklich nicht mehr angenehm.

Heute sind wir dann in aller Fruehe ohne Fruehstueck los und wollten mit dem ersten Bus um 5.45 zum ca. 20 km entfernten Aussichtspunkt Cruz del Condor fahren. Tja, der Bus kam nicht, warum, haben wir nicht rausgefunden und so haben wir uns mit SEHR vielen anderen Leuten um 6.30 Uhr in den naechsten gezwaengt und waren dennoch mit die ersten am Aussichtspunkt. Nur mit ganz wenigen anderen Leuten haben wir kurz vor acht die ersten Kondore in die Luft schwingen sehen. Die ganzen anderen Touristen kamen erst, als die grosse Show schon vorbei war. Frueh aufstehen lohnt also!!

Die Heimfahrt war anstrengend, heiss und lang, aber um vier waren wir wieder in unserem schoenen Hotel in Arequipa, wo wir jetzt noch einmal schlafen werden, bevor es morgen frueh an den Titicaccasee und nach Puno geht. Die Sonnenbrillen haben wir dabei, liebe Tante, sie werden den Weg nach Taquile finden 😉

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2 Antworten zu Cabanacone und der Colca Canyon

  1. Maria und Wolfgang Franke schreibt:

    Liebe Katja, lieber Holger, wir danken Euch für die vielen Informationen und entschuldigen uns, dass wir uns noch nicht gemeldet haben. Aber die Zeit ist so ausgefüllt mit 1000 Dingen. Wir freuen uns, dass Ihr so schöne Erlebnisse habt. Wir – dh. ich(Maria)habe Angst, dass Euch dort etwas passiert. Bitte passt auf Euch auf! Ihr habt so unendlich viele Eindrücke und Erlebnisse, wenn Ihr müde seid, dann schreibt doch einfach nach Eurem Urlaub. Mir tut es leid, wenn Ihr erschöpft vom Tag noch dieses Tagebuch führt. Ich habe Omi all Eure Informationen gegeben und ihr die Orte und Punkte auf der Karte gezeigt. Sie hat das einfach nicht gefunden und für sie ist das alles unvorstellbar. Wir werden uns jetzt nicht mehr melden können, haben ja noch 2 Hochzeiten incl.Vorbereitungen. Wir wünschen Euch aber noch weiterhin einen wunderschönen Urlaub, unvergessliche Erlebnisse und keine Schwiierigkeiten oder Probleme. Wir hoffen und wünschen, dass Ihr gut und wohlbehalten den Urlaub genießen könnt und ebenso zurückkommt. Ganz liebe Grüße von
    Maria und Wolfgang

  2. Katja schreibt:

    Es macht uns (also mir, Katja 😉 wirklich grossen Spass, die Eindruecke fuer euch und fuer uns im Tagebuch festzuhalten. Und es ist abends immer Zeit dafuer… Gerade uebt H. Trompete auf dem Zimmer und ich sitze unten in der Lobby und lese meine Mails… Und wir passen wirklich auf einander auf, ihr muesst euch keine Sorgen machen. Jetzt sind wir in Cusco, einer wirklich wunederschoenen Stadt auf „nur“ 3300 Metern Hoehe…

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