Puno und Titicacasee

Das Leben und Atmen auf knapp 4000 Metern Hohe ist ganz schoen anstrengend! Seit Samstag nachmittag sind wir in Puno, einer Stadt, die direkt am Titicacasee liegt, auf 3810 m Hoehe. Wir sind in einem wunderschoenen Hotel mitten im Stadtzentrum untergebracht und haben es am Samstag sogar noch geschafft, die letzte Viertelstunde des Deutschlandspiels anzuschauen!

Gestern (Sonntag) frueh sind wir dann auf einen 2-Tages-Ausflug auf verschiedene Inseln auf dem See gestartet. Zuerst auf die schwimmenden Schilf-Inseln „Uros“, die zwar sehr faszinierend sind, aber leider auch sehr touristisch. Der Aufenthalt war auch sehr kurz, gerade lang genug fuer die Frauen dort, uns ihre Handarbeiten anzupreisen…

Weiter ging die Fahrt auf dem See, nach ca. 3 Stunden waren wir dann auf der Isla Amantani, wo ein abenteuerlicher Homestay auf uns wartete. Am Hafen wurden wir einer Familie zugeteilt und hatten die besondere Gelegenheit, das Leben der Familien dort kennenzulernen. Matilde, Javier und ihr kleiner Sohn leben in einer Lehmhuette, ohne fliessendes Wasser, ohne Strom. Sie sind Selbstversorger und haben ein kleines Zimmer, das sie an Touristen vermieten. Wunderschoen gelegen ist ihr Haus, hier der Blick von ihrem Garten auf den See:

Matilde strickt natuerlich auch und natuerlich haben wir ihr eine Muetze abgekauft. Das gehoert dazu, aber die Muetze ist echt toll. Ich habe auf jeden Fall vor, mir in Cusco noch einen schoenen Schal zu kaufen. Die Alpaka-Woll-Sachen hier sind toll. Oma, ich kann dir auch Wolle mitbringen, dann kannst du Alpaka-Soeckchen fuers erste Urenkelchen stricken?

Das Mittagessen haben wir in Matildes kleiner Kuecher gegessen. Quinoa Suppe und dann verschiedene Kartoffel und Gemuese. Nachmittags sind wir auf den hoechsten Berg der Insel gestiegen und haben einen traumhaftn Sonnenuntergang sehen duerfen. Die Sonne machte dann Platz fuer den unglaublichsten Sternenhimmel, den man sich nur vorstellen kann. Da es auf der Insel ja kein Licht gibt, waren die Sterne so hell und leuchtend, wie wir sie noch nie gesehen hatten. Abendessen war wieder mit der Familie und ich bin wirklich froh, dass ich ein wenig Spanisch sprechen kann, das waere sonst echt schade gewesen.

Im Kerzenschein haben wir noch in wenig gelesen und sind sehr fruh ins Bett (wir gehen hier immer zwischen neun und zehn schlafen, wachen um sechs dafuer auf, wenn es hell wird). Die Nacht war ueberraschend gut, auch wenn es tierisch kalt war und wir in vielen Klamotten geschlafen haben…

Heute frueh haben wir noch gefruehstueckt, Katzenwaesche gemacht und sind mit dem Boot weiter nach Taquile gefahren. Dort hatten wir einen Auftrag meiner Tante E. zu erfuellen: sie war vor 10 Jahren auf Taquile und hat damals einen Mann namens Louis kennengelernt, der schlechte Augen hat. Sie wollte ihm immer schreiben und eine Sonnenbrille schicken, hatte aber die Adresse nicht. Nun haben wir 2 Sonenbrillen und einen Brief durch halb Peru getragen und heute in der Kooperative abgegeben. Die Maenner dort wussten gleich, wer Louis ist und waren sehr amuesiert, als ich ihnen in gebrochenem Spanisch erklaerte, was es mit den Brillen auf sich hat…

Auch Taquile ist traumhaft schoen gelegen und wir haben wieder ganz schoen geschnauft, als wir vom Hafen hoch und dann wieder runter liefen. Wie meinte ein Maedel aus unserer Gruppe: es ist die Hoehe, wir sind nicht ausser Form. Zum Glueck ist Macchu Picchu wieder etwas niedriger, sonst haette ich echt Angst vor dem Inka Trail.

Am Nachmittag waren wir wieder in Puno, total erschoepft, etwas verbrannt (trotz Eincremen) und total begeistert von den letzten beiden Tagen. Jetzt freuen wir uns aber richtig auf Cusco und Macchu Picchu. Dort werden wir fast eine Woche verbringen und uns die Ruinen und Kirchen und Maerkte und die Leute anschauen!

 

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2 Antworten zu Puno und Titicacasee

  1. Larissa schreibt:

    Gott, ist das schön! Mehr fällt mir nicht ein, aber Danke, dass ihr uns so teilhaben lasst! Lg und noch viele tolle Erlebnisse!

  2. S. schreibt:

    Das ist ja wirklich hübsch… Und voller kleiner Abenteuer, hm?
    Die wenigen Bilder, die hier bisher zu sehen waren, erinnern mich ein wenig an Neuseeland… So grün und leuchtend blau und menschenleer-weit, wie man es aus Europa kaum kennt- und mittendrin dann ein Touri-HotSpot 🙂

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