Inka Trail, Macchu Picchu und Valle Sagrado

Zuerst die schlechte Nachricht: da unsere erste Speicherkarte beim letzten Versuch Fotos hochzuladen kaputt gegangen ist (jaa, es kann sein, dass alle Fotos der ersten 10 Tage weg sind, aber mein Mann hat mir versprochen, dass wir sie daheim retten koennen…), gibt es jetzt keine Fotos mehr zu sehen, auch wenn wir in den letzten drei Tagen wieder richtig viele gemacht haben… Das Risiko ist zu gross. Ich vertraue jetzt einfach mal auf diverse Datenrettungstools, die wir anwerfen werden. Ich reiche die Bilder aber an dieser Stelle nach. Versprochen!

So, nun aber weiter mit dem Bericht. Nach meiner ersten Panikattacke des Urlaubs (wegen der Speicherkarte) haben wir noch einige Stunden geschlafen und sind am Donnerstag frueh um vier abgeholt worden. Mit dem Auto ging es nach Ollantaytambo im Valle Sagrado (Heiliges Tal), von wo aus der Zug Richtung Macchu Picchu faehrt. Um halb sieben fuhr der Zug mit Verspaetung los und bald aenderte sich die Landschaft von normalen Wiesen und Ackerflaechen zu richtig gruenem und feuchtem Regenwald mit vielen Baeumen und anderen tropischen Pflanzen.

Anders als die allermeisten im Zug sind wir nicht bis zur Endstation gefahren, sondern wollten bei Kilometer 104 aussteigen, um uns Macchu Picchu zu „erlaufen“. Leider konnte der Zug wegen eines Feuers nicht halten, so dass wir bis Kilometer 106 fuhren, wo es noch eine Bruecke ueber den Rio Urubamba gibt. Mit uns stiegen noch drei Spanier aus und gemeinsam warteten wir dann an der ersten Kontrollstation zum Inka Trail auf unsere beiden Guides. Den Inka Trail, auch den eintaegigen, darf man nur mit Voranmeldung, Guide und offizieller Genehmigung laufen. Tja, um halb neun ging es dann los: Carolina, unsere Fuehrein voran und wir hechelten hinterher. Es war RICHTIG anstregend. Die ersten zwei 1/2 Stunden haben wir fast 600 Hoehenmeter geschafft und sind fast nur Treppen gestiegen. Und das in der bruetenden Hitze.

Aber die ANstrengung wurde belohnt, da wir gegen 11 Uhr bei Winaywayna ankamen, der ersten grossen Inkastadt auf unserem Weg. Menschenleer war es und sehr beeindruckend. Nach knapp zwei Stunden etwas leichterer Wegstrecke waren wir dann am Intipunku, dem Sonnnentor und hatten uns den ersten Blick auf Macchu Picchu wahrhaftig verdient und erarbeitet. Man kann es tatsechlich nicht in Worte fassen und man wird es auch auf den Fotos nur schwer sehen, wie unglaublich schoen diese Stadt ist. Trotz der vielen Touristen herrscht tatsaechlich eine magische Stimmung.

Wir fuehlten uns aber alles andere als magisch, naemlich so richtig muede und kaputt und so sind wir die letzte Stunde zum Ausgang gelaufen und dann mit dem Bus nach Aguas Calientes, dem Macchu Picchu Dorf, gefahren. Leider hatte die Stadt keinen Strom an dem Tag (abends um 18 Uhr kam er wieder) und unser Zimmer kein Fenster nach draussen (nur zum Gang). Aber das wichtigste gab es: heisses Wasser zum Duschen. Nach kleiner Siesta haben wir noch mit Carolina gegessen und waren um halb neun eingeschlafen.

Am Freitag frueh sind wir naemlich wieder so frueh aufgestanden (um 4.45 h) um einen der ersten Busse zum Macchu Picchu zu kriegen. Wir waren zwar nicht die allerersten oben, aber doch noch recht frueh dabei und haben die Sonne ueber Macchu Picchu aufgehen sehen. Spektakulaer. Carolina zeigte und alle wichtigen Gebaeude und Punkte in der Stadt und verabschiedete sich gegen acht Uhr morgens in ihr wohlverdientes Wochenende. Wir beide sind noch bis um 12 Uhr durch die Stadt gestreift, haben eine kleine Wanderung zu Inka Bruecke gemacht und haben die tolle Aussicht auf uns wirken lassen.

In Aguas Calientes haben wir lecker Mittag gegessen und das Spiel Frankreich – Ukraine geschaut, bevor es um 15 Uhr wieder in Richtung Ollantaytambo ging. Dort haben wir noch einmal uebernachtet und heute frueh die Festungsanlage der Inka angeschaut. Mit einem Colectivo (Minibus) sind wir dann fuer 1,50 N/S (das sind ca. 50 Cent) in den naechsten groesseren Ort im Valle Sagrado gefahren: nach Urubamba. In der Markthalle haben wir dann fuer einen knappen Euro jeder einen Riesenteller Nudelsuppe gegessen und sind dann mit einem Mototaxi (sehen aus wie Rikschas auf Motorradbasis) in unser wunderschoenes Hotel gefahren. Das Hotel ist in einem ehemaligen Kloster und nochmal schoener, als die Hotels, in denen wir bisher waren…

Heute nachmittag waren wir dann mit einem Taxi unterwegs und haben uns die verschiedenen Sehenswuerdigkeiten hier angeschaut. Zuerst die Salinas (Salzterrassen) von Maras und danach eine Ackerbauanlage aus der Inkazeit: Maray. Jetzt haben wir nochmal nach der Speicherkarte geschaut (man sieht, dass Platz belegt ist, aber es wird nichts angezeigt) und werden den Abend wohl hier im Hotel verbringen. Morgen gehts dann weiter nach Pisaq, ebenfalls hier im Tal und abends wieder nach Cusco, wo wir noch den ganzen Montag verbringen werden. Uns geht es wirklich gut (bis auf das Speicherkartendrama), Peru gefaellt uns supertoll und wir geniessen die Reise in vollen Zuegen. In einer Woche sind wir wieder daheim, auch darauf freuen wir uns mittlerweile wieder. Wir sind definitiv nicht fuer sehr viel laengere Trips geschaffen 😉

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