Erste Verunsicherung

Heute hat es die Ärztin zum ersten Mal in der Schwangerschaft geschafft, mich zu verunsichern… ich war zum Zuckerbelastungstest in der Praxis, was etwas nervig und zeitaufwendig war, aber ansonsten unspektakulär. Das Ergebnis kommt auch frühestens Ende der Woche. Dem Kind geht es auch super, genau wie mir. Blutdruck und Gewichtszunahme bei mir sind völlig okay und auch sonst macht das Baby einen munteren Eindruck. Das allererste CTG war auch unkritisch, Herztöne konnten wir noch keine finden, aber das ist wohl auch noch zu früh.

Aber: das Baby ist jetzt bei 22+6 SSW 713 Gramm schwer und ca. 30 cm groß. Das ist in der 68. Perzentile (also 67 % aller Babys in dem Alter sind kleiner, 32 % sind größer). Meine Ärztin hielt mir dann einen Ernährungsvortrag über Kohlenhydrate… Vor allem das Müsli morgens mit Joghurt: ganz schlecht. Lieber mit Quark. Werd ich mal ausprobieren. Außerdem nicht zu viel Obst (??) und Nudeln und Brot nur aus Vollkorn und möglichst in kleinen Mengen. Außerdem nur drei Mahlzeiten am Tag und keine Snacks (das schaffe ich definitiv nicht und das widerspricht auch vielem, was ich gelesen habe…).

Sie meinte, dass sonst die Gefahr groß wäre, dass ich erstens ein zu großes und schweres Baby bekomme und zweitens, dass sich das Baby an den konstant hohen Blutzuckerspiegel gewöhnt, später nie satt wird und überhaupt dick und übergewichtig. Erstmal war ich echt etwas verblüfft: ich esse definitiv nicht übermäßig viele Kohlenhydrate. Auch relativ viel Fleisch, Salat, Gemüse, Fisch… Und beim zuckrigen Naschen halte ich mich auch echt diszipliniert zurück. Naja, ich werd jetzt mal das Müsli umstellen und noch mehr darauf achten, Vollkornzeugs zu essen (das HASST mein Mann ja wie noch was) und etwas weniger Obst und dafür noch mehr Gemüse. Im anstehenden Italienurlaub wird das vielleicht etwas schwierig, aber spätestens danach…

Ach ja, ich hab auch gerade nochmal etwas recherchiert und gesehen, dass diese Gewichtsmessungen per Ultraschall eine Schwankung von bis zu 20% haben und dass es diverse Tabellen gibt, die ebenfalls unterschiedliche Normgewichte für diese Schwangerschaftswoche angeben. Nach dieser hier ist es z.B. gar nicht soo viel zu schwer, wenn man bedenkt, dass morgen die 24. SSW beginnt. Also, ich lass mich jetzt nicht verrückt machen, hab ich beschlossen. Wenn ich keinen Diabetesverdacht habe (dann ist eine krasse Ernährungsumstellung ohnehin unumgänglich) und es beim nächsten Mal weiterhin nicht noch viel mehr zu schwer ist, dann wird das schon hinhauen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Deutsch, Gewundert/ Wondering, Schwangerschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Erste Verunsicherung

  1. S. schreibt:

    Das ist ja interessant… Was nun ernährungsphysiologisch an Quark besser ist als an Joghurt, das wüsste ich gerne. Es scheint also in Schwangeren-Ernährung mindestens so viele Meinungen zu geben wie in Baby- und Kleinkindernährung. Und wie schon gesagt: diese Ultraschallvermessungen sind nicht so genau wie gerne getan wird!
    Ich bin auch komplett dafür, Dich nicht verrückt zu machen und weiter mit normalem Menschenverstand Dein Essen zu genießen! ❤

  2. Hier steht es übrigens: Wie kommt es zum Schwangerschaftsdiabetes? (Quelle: http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/schwangerschaft/?TextID=1018)

    Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel immer an. Die blutzuckererhöhenden Stoffe sind die Kohlenhydrate. Diese sind enthalten in Brot, Gebäck, Reis, Nudeln, Kartoffeln sowie in allen anderen Stärkeprodukten, ebenso in Obst, Milch, Milchprodukten (mit Ausnahme von Quark) und allen Süßwaren.

    Das Hormon Insulin wird vom Körper in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Es hat die Aufgabe, Zucker zur Energiegewinnung in die Zellen zu bringen und so den Zuckerspiegel im Blut zu regulieren.

    Wenn zuwenig Insulin zur Verfügung steht oder Insulin seine Wirlung nicht entfalten kann und deshalb die Blutzuckerwerte zu hoch sind, spricht man von Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit.

    Die Schwangerschaft stellt eine erhebliche Belastung für den Stoffwechsel der Mutter dar. Durch die Schwangerschaftshormone steigt der Insulinbedarf an. Kann die Schwangere diesen erhöhten Bedarf nicht durch Mehrproduktion von Insulin ausgleichen, steigt der Blutzuckerspiegel höher als üblich an, und man spricht von Schwangerschaftsdiabetes.

    Nach der Geburt wird wieder weniger Insulin benötigt und so verschwindet der Diabetes in der Regel wieder.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s