Bigfoot kommt auf die Welt, Teil 4

Die große Überraschung war natürlich, dass es ein ER war. Kein Mädchen, was ja mein Gefühl war. Und nach nur ganz kurzer Zeit, konnte ich mir nicht mehr vorstellen, dass das je NICHT ein er gewesen sein könnte. Ein Sohn. So ein komisches, ungewohntes und tolles Gefühl war das. Unbeschreiblich. Alle waren total fasziniert, wie groß und schwer er war.

Nach dem Abnabeln habe ich ihn sofort und für die nächsten 45 Minuten auf die Brust bekommen. Die beiden Ärztinnen haben mich derweil genäht, nicht sehr angenehm, aber im Vergleich zu dem, was vorher war zu ertragen. Und es gab ja eine Betäubung. Leider hat niemand richtig die Zeit gefunden, dass Bigfoot gleich trinken kann. Und alleine haben wir es nicht geschafft. Das war etwas doof. Außerdem musste er dann gewogen werden, da bei Babys über 4200 Gramm (was er ja hatte) der Blutzuckerwert bestimmt werden muss. Also wurde er gewogen, gemessen und bekam eine Windel an.

Danach habe ich ihn wieder bekommen und wir wurden in das Nebenzimmer gerollt. Mit der Hebamme haben wir nochmal versucht ihn anzulegen, aber er hat es nicht geschafft. Erst mit Hilfe eines Stillhütchens und der Kinderkrankenschwester hat es dann geklappt. Zumindest für kurze Zeit, aber das reichte erstmal. Wir haben dann unsere Eltern angerufen und ich habe noch eine SMS an die wichtigsten Freunde und Familienmitglieder geschrieben.

So gegen halb eins, eins waren wir dann auf dem Zimmer. Ich hätte am liebsten geduscht, aber das haben wir dann doch auf den nächsten Morgen verschoben. Ich war auch noch recht wacklig auf den Beinen. Mein Mann ist da geblieben, das Familienzimmer war echt der Traum. So toll! Die Schwester hat ihn mir dann nochmal an die Brust gegeben mit dem Hammersatz „So schlaft ihr jetzt“. Mein entsetzter Aufschrei war NEIN, es tat nämlich schon weh, weil er so doll gesaugt hat und ich wusste, dass ich ihn nicht so nah bei mir haben kann in der ersten Nacht. Ich war so kaputt und musste etwas schlafen. Aber gut. Schwester also raus und nach fünf Minuten konnte ich den Schmerz nicht mehr ertragen und hab ihn abgedockt. Und ohne jetzt ins Detail zu gehen, er hat wohl im Krankenhaus einen neuen Rekord im Brust zerbeißen aufgestellt. Es tat SO WEH.

Heute kann ich sehen, was da falsch gelaufen ist: die Schwester hätte viel mehr aufpassen müssen, dass er richtig angelegt ist und nicht einfach gehen dürfen… Aber zum Glück war das wirklich unsere einzige negative Erfahrung während eines ansonsten tollen Klinikaufenthaltes. Und die Schwester hatte auch die letzte Nachtschicht zum Glück.

Und damit war er da. Bei mir, bei uns. Wir waren verantwortlich, alleine mit ihm. Total beängstigend war das die erste Nacht, aber auch total beglückend. Und ich bin so froh, dass man die Babys heutzutage den Mamas nicht mehr wegnimmt. Und dass die Papas bleiben können.

Als nächstes folgt dann die lange Geschichte von Bigfoot und dem Gewicht bzw. von Katja und der versiegenden (und wiederkehrenden) Milch!

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