Bigfoot und der Schlaf

Ach ja, was soll ich sagen: alles nicht so einfach. Unser kleiner Mann ist jetzt 8 Wochen alt und einschlafen ist ihm noch nie leicht gefallen. Er war schon kein Neugeborenes, das immer und überall wegdämmerte und jetzt, da er viel mehr macht und sieht, fällt es ihm noch viel schwerer. Das Problem ist einfach, dass er weint, wenn er müde ist – mit relativ schneller Steigerung zum Brüllen. Und nein, es ist nicht möglich ihn bei den ersten „Müdigkeitsanzeichen“ in den Schlaf zu Schuckeln. Unser Baby kennt nur „An“ oder „Aus“ (wobei „Aus“ eben weinen ist).  Er ist in einer Sekunde noch gut gelaunt, schäkert und lacht und grinst und flirtet und von jetzt auf nachher weint er.

Also schläft er nach wie vor tagsüber fast ausschließlich im Bondolino, Kinderwagen oder, bei den sehr seltenen Autofahrten, in der Babyschale. Wobei Kinderwagen auch nur klappt, wenn man nicht anhält. Sobald ich im dm oder Rewe an der Kasse stehe und auch nur 30 Sekunden aufhört zu Schuckeln, wird er IMMER wach. Die Frage ist dann: wie wach und beruhigt er sich durch kurzes Rausnehmen und Anschnullern wieder oder nicht? Diese Woche eher nicht (da ist es passiert, als ich mir ein Eis kaufte… das dann nachdem ich fünf Minuten das brüllende Kind ertragen hatte, halb gegessen im Müll landete. Geht halt nicht das Baby rauszunehmen, während man ein Eis in der Waffel isst. Im Becher geht auch nicht, ich muss ja den Wagen weiterschieben…)

Es hat letzte Woche immer mal wieder geklappt, dass er auf dem Arm eingeschlafen ist (und abgelegt werden konnte), aber daran ist diese Woche wieder nicht zu denken. Ich schiebe es mal auf den 8-Wochen-Schub und hoffe, dass sich das wieder ändert. Abends bzw. nachts ist es dagegen kein Problem mit dem Schlaf. Seit Montag bringe ich ihn so zwischen sieben und acht ins Bett, stille nochmal (er schläft dabei nie ein) und bleibe dann bei ihm liegen, bis er schläft. Das klappt ganz gut, dauert aber zwischen 45 Minuten und 1 1/2 Stunden. Mittags fehlt mir dazu ehrlich gesagt die Geduld bzw. als wir es gestern (inkl. Dunstabzugshauben-MP3) probierten, hat er angefangen zu brüllen… Und wir lagen auch ne halbe Stunde im Bett. Ich mag ihn halt tagsüber nicht Pucken, das gehört zum „es ist Nacht, jetzt wird geschlafen und zwar richtig“-Ritual.

Auf jeden Fall kommt er so im Schnitt auf 14-16 Stunden Schlaf, alles in allem. Also tendenziell ein Wenigschläfer, unser Bigfoot. Dazwischen ist er an normalen (also Nicht-Schub und Nicht-Bauchweh) Tagen dazwischen sehr wach und aufmerksam, trinkt gut und  saugt gierig alles in sich auf, was neu und spannend ist.

Ach, und noch eine lustige Geschichte: am Dienstag hat meine Freundin A. (DANKE nochmal) während meines Rückbildungskurses auf Bigfoot aufgepasst. Und so ca. nach der Hälfte der Stunde meint jemand: es ist so ruhig hier heute, total entspannt. Tja, Bigfoot war halt nicht da, um die anderen Babys aufzuwiegeln. Haha…

Jetzt meine Frage an alle mitlesenden Mütter: wie habt ihr es geschafft, dass euer Baby tagsüber in einem „statischen“ Zustand (also Bett, Wiege, Sofa) geschlafen hat?

IMG_1374

Wo ist das Baby?

IMG_1375Nicht mehr im Wagen, das ist sicher 😉 (das war ca. 1 Minute, nachdem das Eis im Müll gelandet war, mitten auf dem Marktplatz vor großartiger Zuschauerkulisse… Oh Wunder, das Kind kann auch ruhig sein…)

 

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11 Antworten zu Bigfoot und der Schlaf

  1. Tragemaus schreibt:

    Kenne ich alles nur zu gut von meinen beiden. Die waren als Babys keine guten Schläfer und haben im ersten Jahr nur in der Trage oder auf dem Arm geschlafen. Danach wurde es stetig besser. Ich wünsche Dir daher einfach sehr viel Geduld. Und lass Dich von schlechten Schlaftagen nicht runterziehen. Die gibt es immer wieder. Später ist es dann Angst im Dunkeln, schlecht geträumt etc.
    Viel Glück und gute Nerven!

  2. hummelchen84 schreibt:

    Meiner braucht(e) zwar öfters bzw viel Schlaf, ist aber sehr ungern eingeschlafen. Ging bei uns monatelange tagsüber nur in der Nonomo, mit Dauerschwingenschuckeln bis er im Schlaf war…
    Alles Gute!

  3. Tragemaus schreibt:

    Ja es ist anstrengend. Er ist ja auch wirklich noch so klein. Aber egal wie lange es nun dauert: je besser man sich mit der Situation arrangiert, desto leichter für alle Beteiligten. Euch noch einen schönen Tag und viele Grüße unbekannterweise.

  4. L. schreibt:

    Hey, ich weiß immer nicht so recht, ob ich hier schreiben soll oder besser per mail …
    Telefonieren klappt zurzeit einfach nicht wie du gemerkt hast…
    Zum tagsüber Schlafen würde ich sagen: Wenn er gepuckt gut schläft, dann pucke ihn und freu dich über dein schlafendes Baby. Du wirst damit sicher nichts „kaputt machen“ (wenn man davon ausgeht, setzt man sich ohnehin zu sehr unter Druck finde ich) und der Kleine registriert ohnehin an vielen anderen Dingen, dass jetzt Nachtschlaf angesagt ist, vor allem an Hell und Dunkel.
    Ich habe ohnehin die Erfahrung gemacht, dass ich am besten gefahren bin, wenn ich auf das Kind eingegangen und seinen Bedürfnissen nachgegangen bin, statt etwas partout so tun zu wollen „wie man es tun sollte, damit dieses und jenes nicht eintritt …“ (ist gar nicht so einfach, hat aber mit jedem Kind besser geklappt). Und meine Kinder haben samt Mama und Papa immer ziemlich gut geschlafen.Auch beim Einschlafen am Abend haben wir es bei allen dreien so gehandhabt, dass wir sie bevor sie drei Monate alt waren, immer bei uns abends im Zimmer hatten und sie dann mit uns gemeinsam ins Bett genommen haben. Bei keinem der drei hat das dazu geführt, dass sie allein nicht einschlafen konnten und wir haben uns die Sitzerei/Liegerei am Bettchen erspart – mussten allerdings auch auf Fernsehen verzichten, was aber kein Problem war.
    Zur Relativierung: Das klingt jetzt alles sehr bilderbuchmäßig – war es natürlich nicht, auch wir hatten solche Wochen und solche… Aber grundsätzlich sind wir so gut gefahren.
    Euch weiterhin alles Gute – wir hören voneinander und – schlaft gut! LG L

    • Danke! Ich freu mich über jeden Tipp: hier, per Mail oder am Telefon (wir schaffen das noch)… Tagsüber pucken funktioniert leider nicht (zumindest heute). Ich bin leider krank und hab mich heut mehrfach mit ihm schlafen gelegt. Klappt alles nicht. Er hat heut von 6 Uhr morgens bis 20.30 Uhr abends genau 5 Stunden geschlafen. VIEL ZU WENIG, aber ich konnte nachmittags nicht mehr rumtragen. H. ist dann mit ihm im Kiwa los, da hat er auch nur kurz geschlafen. Grad ist echt der Wurm drin.

    • Ach ja: WIE sind deine Kids dann abends bei euch im Wohnzimmer eingeschlafen??

  5. Britta schreibt:

    So ab der 6. Woche habe ich L abends immer ins Bett gebracht und (entgegen aller Ratschläge und Meinungen) meisten in den Schlaf gestillt. So war es für uns einfach am stressfreisten und er hat meist nach 20-30 min friedlich geschlummert.
    Tagsüber ist er entweder im KiWa oder auf dem Arm eingeschlafen. Die Manduca hat natürlich auch immer sehr zuverlässig gewirkt. Oder aber er ist beim stillen eingepennt….
    Hast du denn das Gefühl dass er eher Bewegung braucht um einzuschlafen oder doch eher Ruhe? Wie sieht es denn mit dem Babybjörn aus? Hilft darin leicht mit dem Fuß zu Wippen um ihn zu beruhigen? Habt ihr es schonmal mit baden vor dem Schlafen abends versucht? Das hat L immer müde gemacht. Oder nochmal kurz Luft schnappen in der Tragehilfe bevor es ins Bett geht (war ein Tipp von unsrer Hebamme).
    Auf jeden Fall das machen, was euch euer Gefühlt sagt und was für euch passt! Hört bloß nicht auf solche Sätze wie „warum habt ihr … nur angefangen??? Der schläft sicher NIE alleine ein/ in seinem Bett etc.!“ oder „ihr verwöhnt das Kind wenn ihr dies oder das oder jenes macht!“
    Es kommen auch einfachere Zeiten, glaub mir 😉
    Gruß und Kuss von deinem kleinen Schwesterlein 🙂

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